Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde sind wir umgeben von Reizen, welche auf uns wirken. Ob wir es merken oder auch nicht, sie nehmen Einfluss auf unser Verhalten, unser Auftreten, ganz allgemein auf das was wir tun und wie wir wirken. Anders als die Reize vor einem Jahrzehnt, welche überwiegend natürlichen Ursachen unterlagen, enstammen sie heute aus den allzu bekannten Medien.
Die wenigsten können sich noch einen Alltag ohne diese vorstellen. Ob es lediglich ist um sich über die aktuellen Geschehen in der Welt zu informieren oder eben doch um die neusten Styles auszuchecken, Fotos auf Instagram zu liken oder auch selber welche zu posten. Mit diesem Beitrag spreche ich allerdings gerade solche Beiträge an, wie diese auf Instagram & Co. Begeistert sind wir von den schönen Fotos. Alles wirkt perfekt. Der Mensch dahinter wirkt glücklich. Eigentlich hat er doch alles was man sich nur wünschen kann. Er ist schön, überwiegend handelt es sich um einen sehr dünnen Menschen, der Kleiderschrank scheint größer und bunter als der aus den eigenen Träumen, jedes dritte Foto wird aus einem anderen Land gepostet. Beispiel Leben eines Bloggers / It Girl aus der heutigen Zeit. Das komplette Leben wird dokumentiert. Vom Essen über die Sportroutine bis hin zur Träne die nach einem blöden Frisörtermin die Wange runterkullert. Privatsphäre, was ist das überhaupt ?? Schön und gut, man müsste meinen das das doch eigentlich garnicht so ein großes Problem sei. Doch was verbindet der Mensch denn im Endefekt damit ? Wie wirkt sich dieser eindringen Reiz auf ihn aus ? Er verbindet mit dem Dargestellten das Glücklich sein, zumal sieht die Person auf allein ihrer Fotos ja auch glücklich aus. Fazit -> würde ich so ein Leben müsste ich doch eigentlich auch glücklich sein. ODER ? Schnell kommen solche Gedanken auf, ich glaube man kann dies fast nicht mehr abstellen. Bei dieser Figur, mit den Klamotten, wenn ich so viel von der Welt sehen dürfte … da ist doch eigntlich garkein Platz mehr zum unglücklich sein!! Denkt man und beginnt sein Leben umzugestalten, mehr Sport, weniger Fast Food, `“Clean Eating“ , „Vegan“, weniger Klamotten, dafür Marken, etc… Läuft man durch die Straßen ist ein solches Verhaltensmuster auffällig. Wir verbinden Glück mit dem was uns ein vermeitlich glücklicher Mensch visuell darstellt. Verlieren unser Selbst um dieses Glück selber zu erreichen. Auf der anderen Seite gibt es noch das vom der Gesellschaft repräsentierte Glück : den ERFOLG. Du musst die Karriereleiter nur hoch genug klettern um glücklich zu sein. Finanziell dir deine Wünsche leisten zu können, dadurch ansehen zu erreichen.
Das Problem ist, der Mensch probiert immer das Glück in anderen Dingen zu suchen. Sei es darin viel Geld zu haben, 10 Kilo weniger zu wiegen, viele Followers auf einer x-beliebigen Plattform zu haben oder von Erfolg beglückwünscht zu sein. okay, ich selber kann es auch nicht leugen. All die genannten Dinge klingen verlockend. Keiner würde sich weigern diese in Anspruch zu nehmen. Doch wie ich finde sollte man damit nicht das glücklich sein verbinden. Man sollte anfangen es in sich selber zu suchen. Bestenfalls ganz damit aufhören auf der Suche nach dem Glück zu sein. Denn wie wir schon aus Goethes Faust herausziehen konnten: desto mehr wir uns auf die Suche nach etwas begeben, desto weiter entfernen wir uns von unserem vermeitlichem Ziel.“.