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Reisen und seine Nebenwirkungen 

Träumen wir nicht alle diesen Traum unterwegs zu sein. Neue Orte kennen zu lernen und viel herum zu kommen. In andere Kulturen einzutauchen, fasziniert von neuen Städten und neuen Ländern. Das Exotische entdecken und neue Eindrücke sammeln. Was auch immer unsere Motivation sein mag mal wieder raus zu kommen aus der Heimat und sich auf Reisen zu begeben, ihr werdet viele interessante Erfahrungen auf diesen Reisen sammeln. 

Einen ganzen Monat unterwegs zu sein. Das ist schon eine lange Zeit. Alle paar Tage an einem neuen Ort, ein verändertes Klima, ein anderes Bett. Reisen kann sehr anstrengend sein, man mag es glauben oder nicht. Aber ihr werdet auch unglaublich viel über euch selber lernen. Für den ein oder anderen mag es nach Unsinn klingen wenn man zur Selbstfindung auf Reisen geht. Ich hingegen halte es für sinnvoll. Wir lernen durch fast jede Erfahrung die wir machen. Mag sie noch so klein sein oder ziemlich unangenehm. Wir lernen mit Situationen umzugehen, Dinge besser zu verstehen,  um beim nächsten Mal besser und bewusster in einer solchen Situation zu handeln. 

Ich selber kann natürlich nur von meiner eigenen Erfahrung sprechen… Ich habe das Gefühl viel über mich selbst gelernt zu haben. Welche Situationen stressen mich, was ist mir wichtig und wann fühle ich mich unwohl. Wie finde ich mich zurecht an einem Ort an dem ich noch nie zuvor gewesen bin… Ich denke einfach, dass Reisen bei der Selbstfindung hilfreich sein kann, da wir vielen neuen Situationen ausgesetzt sind, die uns eventuell im Alltag eher weniger begegnen und oftmals mehr aus unserer Komfortzone hinaustreten müssen. 

Es mag vermutlich vielen so gehen wenn ich von dem sogenannten Freiheitssyndrom rede. Meine Bezeichnung für den Wunsch nach Ferne und Freiheit. Nach neuen Orten und Eindrücken. Doch die Abwesenheit von Zuhause, von einem geliebten Ort mit all unseren geliebten Mitmenschen, lässt uns das Zuhause nur noch mehr schätzen. Die Vorfreude auf Zuhause, der Optimus neue Projekte zu starten und das Sehnen nach alltäglichen Dingen ist eindeutig ein Syndrom dass immer wieder bei mir auftritt wenn ich unterwegs bin. Ich würde es nicht als Heimweh bezeichnen, da ich den Moment an einem ganz anderen und fremden Ort auch genieße. Doch ist es ein Phänomen dass ich bewusst schätze, denn zwar liebe ich das Reisen aber genauso zeigt es mir auch jedes Mal aufs Neue wie schön es Zuhause sein kann und wie aufregend auch irgendwie alltägliche Dinge sind.

Wie empfindet ihr das Reisen? Teilt ihr meine Erfahrungen oder erging es euch anders? 🙂  

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