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Mitternachtsgedanken

Kennt ihr das auch? Ihr liegt abends im Bett und auf einmal spielt der Kopf verrückt, die Gedanken fangen an drunter und drüber zu tanzen und man beginnt über das Leben nachzudenken. Vielleicht ist es auch nur der kleine Philosoph, der in mir steckt, aber sicherlich haben einige von euch schon so eine Erfahrung gemacht. Vor allem wenn der Tag verbunden war mit besonderen Eindrücken, prägenden Ereignissen oder man vor Aufregung auf den nächsten Tag einfach nicht schlafen kann…

Tja, in letzter Zeit geht mir das irgendwie öfters so und während ich dann mehrere Stunden wach im Bett liege, fange ich meistens an über alles mögliche nachzudenken. Was bedeutet eigentlich Glück für mich? Was kommt nach diesem Sommer? Wie würde ich gerne sein? Was macht mich unzufrieden und wieso passieren so schlimme Dinge auf der Welt? Ja ganz genau! Das hört sich nach ziemlich vielen Fragen an, die auch noch ungünstigerweise ziemlich schwer zu beantworten sind. Deshalb wollte ich ein Teil dieser Gedanken mit euch teilen und vielleicht gibt es ja welche von euch da draußen in der großen weiten Welt, die sich ähnliche Gedanken machen und sich von meinen inspierieren lassen wollen.

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Die Frage, die ich mir in letzter Zeit immer wieder gestellt habe war nicht unbedingt direkt die Frage nach dem Sinn des Lebens, sondern viel mehr die Frage nach dem Glück und der Zufriedenheit. Sind wir nicht eigentlich freie Menschen, zumindest an diesem Ort, an dem ich lebe, und können unser Schicksal alleine in die Hand nehmen? Warum sollten wir dann nicht in der Lage sein, Dinge, die uns unglücklich machen, zu verändern, ganz einfach aus unserem Leben zu verbannen? Es ist schwierig zu sagen oder erst mal festzustellen was diese Dinge eigentlich sind. Aber bei genauerem Nachdenken weiß ich, dass es oft Kleinigkeiten sind, die mich unzufrieden machen. Aber warum zum Beispiel bin ich kritisch gegenüber meinem Äußeren? Warum habe ich manchmal den Eindruck, dass es so viele Menschen um mich herum gibt, die scheinbar alles haben? Viele Freunde, einen coolen Style, eine „perfekte Familie“ und ständige neue Abenteuer, die sie mit ihren Liebsten teilen…eine ziemlich naive Sicht auf die Welt. Findet ihr nicht auch? Aber gerade in solchen Augenblicken, wenn der kleine Selbstkritiker in uns mal wieder einen besonders guten Tag hat, spielen genau diese Punkte eine große Rolle. Fragt sich nur warum….? Ich bin leider kein Psychologe aber eines lerne ich bei diesen philospischen Mitternachtsstunden oft: Ich selber bin die jenige, die mich unglücklich macht. Und nicht etwa der Fakt, dass mein kleiner Zeh vielleicht ein wenig zu krumm ist, sondern der Fakt, dass ich mich mit anderen Menschen vergleiche. Und genau in diesem Moment habe ich ein so furchtbar verklärtes Bild von meinem Gegenüber, dass ich gar nicht anders kann als mich selber schlecht zu fühlen. Und dann muss ich immer wieder lachen wenn ich neue Leute kennenlerne und diese mir einen Einblick in das Leben der scheinbar „perfekten“ Menschen geben. Dann erst fällt  mir auf wie unglaublich naiv und kurzsichtig dieser verbissene, kleine Kritiker in  mir ist. Und tatsächlich: ich fühle mich besser. Weil mir auf einmal bewusst wird, dass hinter jeden noch so perfekten Gesicht auch ein wenig Schmerz steckt, dass jede noch so ebene Wange mal salzige Tränen gespürt hat und dass ich wirklich keinen Grund habe mich deshalb schlecht zu fühlen. Jeder Mensch wird diese Erfahrung, wenn auch früher oder später, einmal in seinem Leben gemacht haben und feststellen wie glücklich wir doch sein können mit dem was wir haben.

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„See the World with Love“                          The world needs more love. We all need more love. Each and every day, we can choose how we look at the world. We get to decide. So when you do, see the world with love

Das ist nur ein winzig kleiner Teil all dieser Gedanken, die mir nachts den Schlaf rauben. Ich hoffe, dass jeder von euch das nächste Mal daran denkt, dass hinter jeder Schale auch ein Kern steckt und dass wir jeden Tag, jede Stunde und jede Minute die Möglichkeit dazu haben uns selber ein wenig glücklicher zu machen. Verbannt die negativen Gedanken aus euren Köpfen und lernt zu schätzen wie unglaublich schön auch kleine Dinge sein können. Ich beispielsweise bin glücklich darüber ein kuscheliges Bett zu haben oder die Möglichkeit zu haben jeder Zeit meinen Hund zu knuddeln…

 

 

 

 

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